Pasten richtig verarbeiten
Skiwachs-Pasten richtig auftragen für maximale Geschwindigkeit und Haltbarkeit
Moderne Skiwachs-Pasten gehören zu den einfachsten und gleichzeitig effektivsten Möglichkeiten, die Gleiteigenschaften von Ski und Snowboard zu verbessern. Sie eignen sich sowohl für Training als auch für Rennen und ermöglichen eine schnelle Wachsanwendung ohne Wachsbügeleisen.
Damit eine Paste ihr volles Potenzial entfalten kann, ist die richtige Verarbeitung entscheidend. Viele Anwender tragen die Paste zwar korrekt auf, verschenken jedoch Haltbarkeit und Performance durch eine unzureichende Vorbereitung oder zu kurze Trocknungszeiten.
In dieser Anleitung zeigen wir Schritt für Schritt, wie Dominator Pasten optimal verarbeitet werden.
Warum Skiwachs-Pasten?
Pastenwachse bieten zahlreiche Vorteile:
- schnelle Anwendung
- kein Wachsbügeleisen erforderlich
- ideal für Training und Rennen
- einfache Nachpräparation vor dem Start
- sehr gute Gleiteigenschaften
- Perfekt für Ski dei hitze nicht gut vertragen (z.B. Slalom Ski)
- Deutlich besser Haltbarkeit und Abriebsfestigkeit gegenüber Flüssig Wachsen
Richtig verarbeitet können moderne Pasten eine beeindruckende Performance erzielen und sind insbesondere im Rennsport eine beliebte Ergänzung zu klassischen Heißwachsen.
Schritt 1: Belag gründlich vorbereiten
Bevor die Paste aufgetragen wird, muss der Belag sauber sein.
Auch wenn der Ski bereits gewachst wurde, befinden sich häufig noch:
- Schmutzpartikel
- Staub
- alte Wachsreste
- Abrieb
in der Struktur.
Diese Rückstände verhindern, dass sich die Paste gleichmäßig mit dem Belag verbindet.
Belag mit Messing- oder Stahlbürste ausbürsten
Vor dem Auftragen der Paste sollte der Belag gründlich mit einer Messing- oder Stahlbürste ausgebürstet werden.
Dadurch werden:
- Schmutz entfernt
- die Struktur geöffnet
- lose Wachsrückstände beseitigt
- optimale Voraussetzungen für die Paste geschaffen
Wichtig ist, immer in Fahrtrichtung von der Schaufel bis zum Skiende zu arbeiten.
Schritt 2: Paste gleichmäßig auftragen
Nach der Vorbereitung wird die Paste auf den Belag aufgetragen.
Dabei gilt:
Weniger ist mehr.
Eine dünne und gleichmäßige Schicht liefert die besten Ergebnisse.
Auftragen mit dem Applikator-Pad
Die meisten Dominator Pasten werden mit einem passenden Auftragspad geliefert.
Mit diesem Pad lässt sich die Paste einfach und kontrolliert verteilen.
Achte darauf, die Paste über die gesamte Lauffläche gleichmäßig aufzutragen.
Alternative: Feiner Lackpinsel
Alternativ kann die Paste auch mit einem feinen Lackpinsel verarbeitet werden.
Diese Methode eignet sich besonders gut für:
- sehr gleichmäßige Schichten
- Rennski
- präzise Dosierung
Der Lackpinsel ermöglicht eine äußerst dünne Verteilung der Paste und reduziert den Materialverbrauch.
Video: Paste richtig auftragen
In diesem Video zeigen wir Schritt für Schritt, wie die Paste gleichmäßig auf den Belag aufgetragen wird.
Schritt 3: Kanten sofort reinigen
Dieser Schritt wird häufig unterschätzt.
Nach dem Auftragen der Paste sollten die Stahlkanten unmittelbar mit einem sauberen Tuch gereinigt werden.
Warum müssen die Kanten gereinigt werden?
Bleibt Paste auf den Stahlkanten zurück, beginnt sie während der Trocknungsphase auszuhärten.
Dadurch kann die Paste:
- an der Kante festkleben
- schwer zu entfernen sein
- die spätere Kantenarbeit erschweren
- oder das Wachs muss sich beim Skifahren erst wieder abfahren
Je länger die Paste auf der Kante verbleibt, desto aufwendiger wird die Reinigung.
Deshalb empfiehlt es sich, die Kanten direkt nach dem Auftragen mit einem Tuch abzuwischen.
Schritt 4: Paste ausreichend trocknen lassen
Nach dem Auftragen benötigt die Paste ausreichend Zeit zum Trocknen.
Dieser Schritt hat einen erheblichen Einfluss auf die Haltbarkeit.
Wie lange sollte die Paste trocknen?
Als Mindestzeit empfehlen wir:
1 Stunde
Bereits nach einer Stunde kann die Paste weiterverarbeitet werden.
Für maximale Haltbarkeit empfehlen wir jedoch deutlich längere Trocknungszeiten.
Über Nacht trocknen lassen
Die besten Ergebnisse erzielen wir, wenn die Paste über Nacht trocknen kann.
Durch die längere Trocknungszeit:
- härtet die Paste stärker aus
- verbindet sie sich besser mit dem Belag
- steigt die Abriebfestigkeit
- verbessert sich die Haltbarkeit
Gerade bei Rennen oder längeren Trainingseinheiten lohnt sich diese zusätzliche Zeit.
Schritt 5: Paste einkorken
Nach dem vollständigen Trocknen wird die Paste in den Belag eingearbeitet.
Dieser Schritt ist entscheidend für die spätere Performance.
Einkorken mit Handkork
Die besten Ergebnisse erzielen wir mit einem klassischen Handkork.
Durch die entstehende Reibungswärme wird die Paste in die obersten Belagsschichten eingearbeitet.
Vorteile:
- kontrolliertes Arbeiten
- gleichmäßiges Ergebnis
- optimale Einarbeitung
Rotorkork
Alternativ kann die Paste mit einem Rotorkork eingearbeitet werden.
Wichtig: Hier bei ist immer darauf zu achten, dass der Belag nicht zu heiß wird.
Rotorvlies
Auch Rotorvlies eignet sich zur Einarbeitung von Pasten.
HIer bei immer auf verunreinigungen im Vlies achten.
Video: Paste richtig einkorken
In diesem Video zeigen wir die optimale Verarbeitung der Paste mit Handkork und Rotorwerkzeugen.
Häufige Fehler bei der Verarbeitung von Pasten
Zu viel Paste auftragen
Eine dicke Schicht verbessert die Performance nicht.
Die Paste sollte immer dünn und gleichmäßig aufgetragen werden.
Kanten nicht reinigen
Eingetrocknete Paste auf den Stahlkanten lässt sich nur schwer entfernen.
Zu kurze Trocknungszeit
Je länger die Paste trocknen kann, desto haltbarer wird das Ergebnis.
Nicht einkorken
Ohne Einkorken bleibt ein Teil der möglichen Performance ungenutzt.
FAQ
Häufige Fragen zur Verarbeitung der Pasten
Ja. Durch das Einkorken wird die Paste optimal mit dem Belag verbunden und die Haltbarkeit deutlich verbessert.
Mindestens eine Stunde. Für maximale Haltbarkeit empfehlen wir eine Trocknungszeit über Nacht.
Ja. Ein feiner Lackpinsel ermöglicht eine besonders gleichmäßige und dünne Verteilung.
Eingetrocknete Paste auf den Kanten lässt sich später nur schwer entfernen und kann die Kantenbearbeitung erschweren.
Beides funktioniert. Wir empfehlen den Handkork, da wir damit die besseren Erfahrungen gemacht haben.
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